#MeinMoscheereport

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Gerne beteilige ich mich an dieser Hashtag-Aktion mit der Zusammenfassung zweier Vorträge auf einer islamischen Tagung im IZH!

Diese Vorträge hatte ich schon mal in „Mariams Welt“ besprochen und habe sie hierfür ein wenig kürzer zusammengefasst!

Vorträge auf einer  der Islamischen Tagungen  für deutschsprachige Muslime im Islamischen Zentrum Hamburg.

Ein Vortrag wurde von einem Gelehrten gehalten, den Constantin Schreiber in seinem Buch verunglimpft hat, indem er ihm unterstellte, er wolle alle Jesiden ausrotten. Dabei sollte doch der angebliche Islamexperte Schreiber wissen, dass der Sheikh die Anhänger und Nachfolger des umayyadischen Tyrannen Yazid meinte.

Das Thema der Tagung war: „Islamische Verantwortung für Familie, Staat und Gesellschaft“ und der Koranvers, über den der  Vortrag dieses Gelehrten ging lautet in ungefährer Übersetzung folgendermaßen:

„Und als dein Herr zu den Engeln sagte: Ich bin dabei, auf der Erde einen Statthalter einzusetzen,

da sagten sie: Willst du auf ihr etwa jemanden einsetzen, der auf ihr Unheil stiftet und Blut vergießt? Wo wir dich doch lobpreisen und deine Heiligkeit lobsingen?! Er sagte: Ich weiß, was ihr nicht wisst!“ (Sure 2, Vers 30)

Hier stellen sogar die Engel die Entscheidung Gottes in Frage! Das nur am Rande zum Thema von Kritik oder blindem Gehorsam im Islam! Die Engel kritisieren, dass der Mensch ungerecht sein wird und Unheil anrichten wird – Gott sagt aber, dass ER mehr weiß, als die Engel. Denn Gott weiß, dass nicht alle Menschen so sein werden.

In diesem Vortrag ging es um die Familie, als Baustein der Gesellschaft. Der Gelehrte  fand in seiner Definition, dass Familie mit Mann und Frau anfängt. Und meinte, wenn in diesem Zusammenhang von der Statthalterschaft die Rede ist, dann betrifft das den Bereich der Werte, und nicht Mann und Frau als geschlechtliche Wesen, sondern einfach als Mensch. Und da gibt es keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Im Bereich der Aufgaben für die Familie gibt es dann durchaus Unterschiede, da ist der Mann z.B. verpflichtet, die Familie finanziell zu versorgen, während die Rolle der Frau als Mutter hochgeschätzt wird. Dabei sollen sich beide Ehepartner in Liebe ergänzen und auf keinem lastet die Verantwortung alleine.

Ein weiterer Vortrag handelte vom Umgang mit Nichtmuslimen. Der Vortragende warnte u.a. vor Arroganz und nannte den Propheten Yusuf (Josef), der von Juden, Christen und Muslimen verehrt wird als Beispiel für gelungene Integration, ohne die eigenen Werte zu verleugnen!

Kurz beschrieben war Prophet Yusuf a.s. gütig, hat sich gegen Unterdrücker gewandt. Er war Migrant und hat die neue Heimat ganz angenommen, auch seine Familie nachgeholt, hat die Sprache erlernt und die Kultur verstanden, er war engagiert in Religion und Politik, hatte eine gepflegte Erscheinung. Hat eine Frau aus der neuen Heimat geheiratet und damit gezeigt, dass Nationalismus falsch ist. Seine Kinder hat er als Vorbilder erzogen. Mit diesem Verhalten ist er als Migrant, ehemaliger Sklave und Gefangener  in die höchsten Positionen aufgestiegen und das Volk hat ihn geliebt.

Zusammenfassend: Damit wir unsere Verantwortung als Muslime in der Gesellschaft richtig wahrnehmen können, müssen wir in erster Linie Selbsterziehung betreiben und unseren Hochmut loswerden. Damit wir den Geist Gottes in unseren Mitmenschen erkennen können.

Soweit „mein Moscheereport“. Nur ein kleiner Einblick in das, was ich in der Moschee gelernt habe!

 

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