Hetze gegen islamischen Gelehrten wegen eines jüdischen Plakates

Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen

Wer in Deutschland wagt, seine Stimme gegen die Unterdrückung des palästinensischen Volkes zu erheben, wird schnell mit der Antisemitismuskeule traktiert. In diesem Zusammenhang muss man sich fragen, wer eigentlich von dieser bei der aktuellen Kampagne gegen den Leiter der „Islamischen Akademie Deutschland“ getroffen werden soll. Denn diese Kampagne startete mit Vollgas nach der „Friedenskonferenz der Religionen“, die Außenminister Gabriel im Auswärtigen Amt im Mai veranstaltet hat. Gabriel hat ja kürzlich den israelischen Regierungschef Netanjahu brüskiert, weil er doch glatt gewagt hatte, mit Vertretern von „Breaking the Silence“ zu sprechen, einer Organisation von ehemaligen israelischen Militärangehörigen, die die Verbrechen der israelischen Armee öffentlich machen.

100 Religionsvertreter waren geladen zu dieser Konferenz, aber keinem wurde soviel Aufmerksamkeit seitens der Front von Springer-Presse bis Antideutschen zuteil, wie Dr. Hamedreza Torabi. Dieser wird als Antisemit beschimpft, der doch auf dem Quds-Tag im letztjährigen Monat Ramadan mittels eines Plakates zur Vernichtung Israels aufgerufen habe.

Nun, ich habe mal gestöbert und tatsächlich ein Foto vom Quds-Tag gefunden. Da marschiert Dr. Torabi einträchtig mit einem jüdischen Rabbiner und trägt mit diesem gemeinsam ein Plakat auf dem steht:

Judentum lehnt „Israel“-Staat ab! Er ist widerrechtlich und verbrecherisch!

Ihr könnt dieses Bild unter „iranians.com“ finden – da ich es bei keiner anderen Quelle gesehen habe, möchte ich mir hier Copyright-Konflikte ersparen, reicht ja, wenn ich auch zu den „Antisemiten“ gezählt werde.

Ja tatsächlich! Es gibt jüdische Theologen, die einen Staat Israel ablehnen! Ein „Staat“ dem so einige Merkmale fehlen, die zu einem Staat gehören, denn es gibt keine israelische Staatsbürgerschaft und keine definierten Staatsgrenzen, da Israel nach ständiger Expansion strebt. Ein Staat, dessen Premierminister Netanjahu erst gestern sagte, dass Israel niemals die militärische Kontrolle über das Westjordanland abgeben dürfe, selbst nicht im Falle eines Friedensschlusses mit den Palästinensern.

Der internationale Quds-Tag, am letzten Freitag des Monats Ramadan, ist der Tag des Widerstandes der Unterdrückten gegen die Unterdrücker! Diesen Widerstand unterstützen wir als bewußte Muslime, genauso wie es gläubige Juden und Christen tun. Wir alle glauben daran, dass Gott für die Menschen ein friedliches Zusammenleben aller Völker vorgesehen hat. Wir alle warten auf den Messias, wenn wir auch unterschiedliche Vorstellungen haben, wer dieser Erlöser sein wird, ob er schon geboren ist, ob er schon gestorben ist und wieder auferstanden – alle Gläubigen der abrahamitischen Religionen sind sich einig, dass am Ende der Zeit durch den Messias Frieden auf die Erde gebracht werden wird. Diese Unterschiede in den Vorstellungen sind nicht so schlimm, denn die Mißverständnisse werden dann aufgeklärt werden. Bis dahin ist es wichtig, dass wir gemeinsam für den Frieden und gegen jegliche Unterdrückung aufstehen und zusammenhalten.

Der Vorwurf des Antisemitismus ist in diesem Zusammenhang vollkommen lächerlich.

Wir sehen uns am 23. Juni auf dem Quds-Tag in Berlin, inschaAllah!

Dann heißt es wieder „Muslime, Juden und Christen – Hand in Hand gegen Zionisten!

18518385_1100568353419840_3685641956490635110_o

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s