Frühling in Sicht

 

Ähm, ja, heute hatten wir nach wochenlangem Dauerregen und heftigen Unwettern einen richtigen Frühlingstag in Manavgat. Das war nun aber auch der Tag, an dem die Stadtverwaltung Schnee aus den Bergen herankarren ließ, damit die Kinder ihren Spaß haben, :-). Und den hatten sie!

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Für uns sieht das Schneehäufchen ja ein wenig mickrig aus, aber wie man sieht, haben sich darauf zahlreiche Kinder vergnügt. Es gab auch noch Hüpfburgen, kostenloses Kebab vom Grill, die Springbrunnen waren angestellt und alle haben sich amüsiert.

Vielleicht war das der Startschuss für die zahlreichen kulturellen Veranstaltungen, die es hier über´s Jahr kostenfrei gibt? Ich hoffe es. Der Winter war für hiesige Verhältnisse wirklich hart. In den nächsten Monaten dürfte es an zahlreichen Häusern Bauarbeiten geben, um die Wasserschäden zu beseitigen.

Auch in unsere Wände ist Feuchtigkeit gezogen. Das muss erstmal trocknen und dann haben wir wohl einiges an Verputz- und Malerarbeiten zu tun und im Sommer will mein Mann draußen eine Drainage legen. Sonst bildet sich neben unserem Haus ein Burggraben wenn es stark regnet. Hier wird nicht so gebaut, wie bei uns in Deutschland. Immerhin haben wir hier gleich einen Kanal liegen, in den man das Wasser dann leiten kann. Was aber beim Bau niemand genutzt hat. Bestimmt zeig ich Euch Fotos, wenn wir hier loslegen. Vor April wird das aber nichts, erstmal muss es wie gesagt trocknen und dann bin ich ja im März in Deutschland, meine Wohnung dort auflösen und den ganzen bürokratischen Kram, mit Rentenversicherung, Meldestelle, Krankenkasse, Finanzamt, Versicherungen usw. erledigen. Puh.

Am Platz beim Atatürk-Kulturzentrum gibt es übrigens ein barrierefreies Cafe, auch von der Stadtverwaltung eingerichtet:

DSCN0369 (2) Davor ein Set dieser Fitnessgeräte, die an vielen Stellen rumstehen, an denen ich aber fast noch nie jemanden trainieren sah.

Ich hab mich nicht in die Schlange für das kostenlose Essen eingereiht, sondern bin in meinen Lieblingsimbiss gegangen und hab das erste Mal in diesem Jahr draußen sitzend gegessen. Dann mit dem Dolmuş zurück nach Side, bis zur Altstadt und dann bin ich an der Promenade zurück nach Hause gelaufen. Das ist ein sehr häufiger, fast täglicher Spaziergang von mir. In Side wird wieder schwer gebuddelt. U.a. wurde das Hotel Kleopatra abgerissen und die Archäologen sind dort am Werk.

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So sieht jetzt die „Hauptstraße“ in der Altstadt von Side aus. Im Sommer ist da oft kaum ein Durchkommen. Ich mag die Zeit, wenn so langsam wieder mehr Leute unterwegs sind, es aber noch nicht so überfüllt ist.

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Und noch etwas vom Nachhauseweg:

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Das Bilder einstellen ist manchmal mühselig, denn das mit dem Internet ist etwas, das hier nicht so toll ist. Ich hab schon auf dem türkischen Dorf rasanteres Internet erlebt, als in der bayrischen Kleinstadt, aber hier im Tourismusgebiet ist es sonderbarerweise schlechter. Ich hatte erst eines über Satelliten, das gab oft Ausfälle, jetzt seit einem Monat über Kabel von Vodafone. Naja, ausgefallen ist es nicht, aber hat auch nicht das Tempo das es sollte und Uploads gehen nur manchmal. Ich reg mich nicht auf und versuche es ein anderes Mal wieder….da meine Sprachkenntnisse sowieso nicht reichen, um mich bei der Hotline zu beschweren. Wenn ich in den nächsten Tagen meine Rechnung bezahlen gehe, dann werd ich mal ausgedruckte Speedtests mitnehmen und mit meinen Türkischbrocken da verhandeln.

So ist das als Ausländer…..wenn man die Sprache noch nicht richtig kann…An vielen Stellen komme ich mit Deutsch oder Englisch prima durch, aber manchmal eben auch nicht, am Telefon jedenfalls nicht. Leider finde ich Türkischlernen sehr mühselig und komme nur sehr langsam voran. Der Weg ist das Ziel.

Aber das sind kleine Schwierigkeiten im Vergleich zu dem Geschenk, hier leben zu dürfen. Ich mag auch die Winterstürme und bin gerade gestern bei ordentlichem Wind an der Promenade gelaufen und hatte dabei ein Gefühl tiefer Dankbarkeit. Ich mag die Brandung, :-), das Durchweichtwerden allerdings weniger. Ist dann ein bisschen wie Nordsee, nur wärmer. 17 Grad bei Sturm fühlen sich für mich sonderbar an.

So weit für heute mit einem kleinen Einblick in einen meiner glücklichen Tage hier in Side/Manavgat. Bis zum nächsten Blog!

 

 

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