Aus meinem Archiv in „Meryems Welt“: Die USA -überall auf der Welt uneigennützig engagiert Teil 1

Diese Artikelreihe ist von 2012 – also vor den Zeiten des sogenannten „Islamischen Staates“ entstanden, bevor der Terror in Syrien eskalierte, in Zeiten eines so ganz anderen (???) US-Präsidenten….

Dass ich sie jetzt wieder ausgrabe und in meinen neu erstandenen Blog kopiere, ist aus aktuellem Anlass, denn kürzlich haben ja die USA das erste Mal die Armee eines anderen Staates, nämlich die Revolutionsgarden Irans, zu einer Terrororganisation „ernannt“. Naja, so ganz neu war das nicht, denn bei einem Teil der „Revolutionsgarden“, den Quds-Brigaden, haben sie das schon 2007 getan. Damit erklären die USA auch das Staatsoberhaupt Irans, Ayatollah Chamene´i zum Terroristen, schließlich ist er Oberbefehlshaber des Militärs. Dass Iran seit Jahrhunderten kein anderes Land angegriffen hat, stört das Land, das sich gerne ungefragt und uneingeladen niederlässt aber nicht bei seiner Bewertung.

Wer also in Wahrheit die Welt mit Terror überzieht und worin dieses Verhalten seine Wurzeln hat, das habe ich schon vor sieben Jahren versucht zu ergründen und finde meine Blogreihe immer noch ganz gut. Vielleicht werde ich sie in Teilen bearbeiten, nicht alle verlinkten Artikel und Videos sind mehr zugänglich, aber im Großen und Ganzen passt es immer noch – egal welcher amerikanische Präsident gerade internationales Recht bricht. Hier geht es also los:

Bismillah i rahmani rahim

Eine Kritik in einem Kommentarthread in einem anderen Blog hat mich auf die Idee zu diesem Artikel gebracht. Paranoid sei ich, was die amerikanische Politik weltweit angeht, hieß es da. Ich unterstelle den Amerikanern die Schuld an allem was auf der Welt so an Schlechtem geschieht. Nun, ich bin ja kritikfähig und hab mir dazu meine Gedanken gemacht und festgestellt, dass ich wirklich ungerecht gegenüber den Amerikanern bin. Denn sie sind weltweit engagiert, ohne dass sie irgendeinen Nutzen davon haben – also muss man wohl zugeben, dass sie überall nur helfen wollen. Und dafür einen hohen Preis bezahlen, denn für dieses Engagement zahlen die amerikanischen Bürger:

Wir sehen z.B.,  wie viel Geld die Vereinigten Staaten nur für die Kriege in Irak und Afghanistan ausgeben.

und wie viel Geld sie insgesamt für ihre Rüstung ausgeben und sich dabei noch steigern:

Bisschen klein geraten, im Original hier:

http://milexdata.sipri.org/result.php4

USA weiter einsam an der Spitze bei Militärausgaben

Laut dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI

Stockholm – Die USA stehen bei den Militärausgaben weltweit weiter einsam an der Spitze. Wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI am Dienstag angab, haben die Vereinigten Staaten 2010 sechsmal so viel Geld für militärische Zwecke ausgegeben wie China, das Land mit dem zweithöchsten Militärhaushalt aller Länder. http://derstandard.at/1304553802203/698-Milliarden-Dollar-USA-weiter-einsam-an-der-Spitze-bei-Militaerausgaben

Wirklich beeindruckend, oder?

Jetzt kann man natürlich sagen, dass die Amerikaner ja schließlich reich sind und sich deswegen dieses wohltätige Engagement locker leisten können. Aber nein, so ist es nicht, die amerikanischen Bürger bringen wirkliche Opfer um Frieden und Demokratie auf der Welt zu verbreiten:

41,8 Millionen (der ca. 308,2 Millionen) US-Amerikaner können nur mit Hilfe des U.S. Supplemental Nutrition Assistance Program (des Ernährungs-Hilfsprogramms der USA,  überleben, das sie mit Lebensmittelgutscheinen versorgt.

http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_10/LP20110_171010.pdf

Am Essen mangelt es, aber auch sonst geht es den Vereinigten Staaten nicht gut:

Am Wochenende feierte der US-Präsident einen „wichtigen Durchbruch“ zur Rettung der schwer angeschlagenen Infrastruktur seines Landes. Demokraten und Republikaner im US-Kongress hatten in seltener Eintracht ein Transportgesetz verabschiedet, das in den kommenden Jahren unter anderen mehrere Millionen Dollar für den Straßenbau bereitstellen soll. http://www.focus.de/politik/ausland/usa/tid-26444/krisenland-usa-der-supermacht-geht-die-kraft-aus_aid_779024.html

schaut Euch das an, nur ein paar Millionen Dollar haben die USA übrig, um ihre Straßen zu sanieren und das, weil sie überall auf der Welt helfen  und deshalb, s.o., über 600 Milliarden Dollar für die Rüstung ausgeben müssen.

Auch für die Bildung fehlt das Geld:

Immer mehr amerikanischen Schulen fehlt das Geld für fünf Tage Unterricht pro Woche. Es gebe mittlerweile fast 300 Schulbezirke in den USA, die wegen knapper öffentlicher Kassen einen Schultag streichen mussten, berichtete die „Washington Post“. Das seien doppelt so viele wie vor zwei Jahren. Gemessen an den insgesamt 15.000 Bezirken des Landes sei die Zahl zwar gering, doch die finanziellen Sorgen für Schulen würden zunehmend schlimmer, weil zahlreiche US-Staaten überschuldet seien.

Und um medizinische Versorgung zu erhalten, müssen arme Amerikaner ungewöhnliche Wege gehen:

James Verone wusste, dass er medizinische Hilfe benötige. Er spürte den Klumpen an der Brust, seine zwei kaputten Bandscheiben schmerzten, und er hatte Probleme mit seinem linken Fuß.

James Verone wusste, er würde mit 59 Jahren, als Arbeitsloser ohne Ersparnisse, in den USA keine adäquate ärztliche Versorgung bekommen.

Verone ist kein impulsiver Mensch. Er durchdenkt, was er tut. Und deswegen betrat er am 9. Juni unbewaffnet eine Filiale der RBC Bank in Gaston County im Südwesten des US-Bundesstaats North Carolina. Er gab der Bankangestellten einen Zettel: „Dies ist ein Banküberfall. Bitte geben Sie mir nur einen Dollar.“ Dann sagte er: „Ich werde mich dort drüben hinsetzen und auf die Polizei warten.“

James Verone setzte sich, die Bank alarmierte die Polizei, die Beamten kamen und nahmen Verone fest. Er hatte sein Ziel erreicht. Er wollte nicht möglichst viel Geld für gute Ärzte rauben. „Ich bin reingegangen und ich wollte ins Gefängnis.“

Der Banküberfall war der letzte Schritt eines detaillierten Plans, geboren aus der Not:

  • Verone war krank.
  • Verone brauchte ärztliche Hilfe.
  • Verone hatte keine Krankenversicherung.
  • Häftlinge werden kostenlos medizinisch versorgt.
  • Verone wollte unbedingt ins Gefängnis.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/us-gesundheitssystem-bankraub-fuer-einen-arzttermin-a-769607.html Warum nehmen die US-Bürger alle dieser Schwierigkeiten auf sich? Nur aus Idealismus! „Unsere Nation ist einem historischen, langfristigen Ziel verpflichtet: Wir streben das Ende der Tyrannei in unserer Welt an.“ http://www.ksta.de/politik/usa-sehen-sich-als-weltpolizei,15187246,13724724.html  Präsident Obama hat über die schwere Entscheidung gesprochen, US-Soldaten in den Krieg zu schicken, aber dieses Opfer wird gebracht, wenn die USA:  “ die volle Unterstützung einer dankbaren Nation haben.“  http://www.handelsblatt.com/politik/international/us-praesident-obama-nur-noch-absolut-notwendige-kriegseinsaetze/6682766.html Da nehmen die Amerikaner doch gerne die Opfer auf sich, auch das von 5000 getöteten Kämpfern seit Beginn des „War on Terror“ 2001, was natürlich wenig ist im Vergleich zu den 80000 gefallenen amerikanischen Soldaten im Korea- und Vietnam-Krieg (Zahlen lt. wiki). Da machen sich doch die Investitionen  in modernes Kriegsgerät bezahlt, denn dank moderner Waffen wie unbemannter „Drohnen“ ist natürlich die Gefahr für die amerikanischen Army-Angehörigen nicht mehr ganz so groß. Aber natürlich hinterlässt jeder der gefallenen US-Soldaten trauernde Angehörige, aber die nehmen das alles auf sich, um der großen Aufgabe ihrer Nation willen. Tja, soweit über das amerikanische Selbstbild.  Glaubt Ihr das? Fortsetzung folgt inschallah, das wird sonst zu lang.

3 Gedanken zu “Aus meinem Archiv in „Meryems Welt“: Die USA -überall auf der Welt uneigennützig engagiert Teil 1

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