Ausflug zum Kovada Gölü und nach Eğirdir

Wieder ein Sonntagsausflug mit Madoks unter der Leitung von Ayhan Rüzgar – ich komme im Moment nur zu Reiseberichten, da ich eine liebe Freundin zu Besuch habe und wir viel unterwegs sind. Andere angefragte Beiträge müssen darum warten. Für die kommende Woche haben wir noch zwei „touristische“ Ausflüge gebucht, die hoffentlich auch ganz toll werden, aber heute waren wir wieder mit dem Verein Madoks aus Manavgat unterwegs. Das ist ein Kultur- und Sportverein, der Ausflüge für interessierte Einheimische anbietet und netterweise seine restlichen Plätze auch uns deutschen Residenten zur Verfügung stellt. Es handelt sich also um keinen kommerziellen Anbieter.

Meistens sind die Ausflugsziele von Madoks ja etwas abseits der üblichen touristischen Pfade und so war das auch heute. Es war wieder phantastisch, die Türkei ist einfach so ein vielseitiges Land. Die heutigen Ziele lagen in der Nähe von Isparta. Das war eine etwas längere Anfahrt und so ging es auch schon um 8 Uhr in Manavgat los.

Zuerst waren wir am „Kovada Gölü“, also Kovada-See. Das ist ein Nationalpark, da es dort einige seltene Pflanzen gibt. Der See ist nicht sehr groß und nicht sehr tief und der Park ist sehr bewaldet und zeigt sich in allen möglichen Grünschattierungen.

Tiere trafen wir auch, lebende und, naja, nicht so ganz mehr lebende, auch wenn sie fast so aussahen:

Es gibt ein kleines Museum, in dem diese und andere ausgestopfte Gesellen herumstehen…ich finde das ja immer ein wenig, nun ja, weiß nicht, einerseits interessant, andererseits eklig und traurig. Aber natürlich spannend zu sehen, was dort an Tieren lebt, oder lebte.

Anschließend ging es weiter nach Eğirdir, einer Stadt an einem See gelegen, der fast so groß wie der Bodensee und der viertgrößte der Türkei ist. In Eğirdir wurde ein Damm zu einer Insel aufgeschüttet, so dass diese jetzt eine Halbinsel und zu Fuß und mit dem Auto und natürlich mit dem Fahrrad erreichbar ist. In Eğirdir fand heute ein Triathlon statt, als wir ankamen lief gerade die Siegerehrung und es wurde aufgeräumt. Es war sehr stürmisch und pustete uns fast vom Damm, als wir auf die Insel liefen.

Aber erstmal waren wir in einem rustikalen und auf Nomadenart gemachten Lokal weit über der Stadt zum Essen und um die Aussicht zu genießen:

In der Stadt Eğirdir bummelten wir ein wenig herum, besichtigten die alte Moschee und spazierten dann zur Spitze der Halbinsel:

Auf der Insel finden sich die Grabstätte eines muslimischen Heiligen (Dede) und eine kleine Kirche. Und viele kleine Restaurants und Pensionen. Hier scheinen vor allem inländische Touristen Ferien zu machen.

Der hier bestattete Muslihiddin Dede lebte wahrscheinlich im 9. oder 10. JH. n.Chr. Im frühen 14. JH. wird er im Bericht eines Reisenden erwähnt, berichtet die Kulturseite der türkischen Regierung.und war ein zu seiner Zeit berühmter Lehrer und Reiseschriftsteller der aus Turkmenistan stammte. Warum es ihn nach Eğirdir verschlagen hatte, ist nicht bekannt. Auf dem örtlichen Friedhof sind wohl noch mehrere Gelehrte beerdigt.

Ich grüße Euch glücklich und ordentlich durchgepustet und überwältigt von den vielen Eindrücken dieses Tages! Bis ganz bald inschaAllah!

Bild: Ayhan Rüzgar

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