Ausflug zum Kovada Gölü und nach Eğirdir

Wieder ein Sonntagsausflug mit Madoks unter der Leitung von Ayhan Rüzgar – ich komme im Moment nur zu Reiseberichten, da ich eine liebe Freundin zu Besuch habe und wir viel unterwegs sind. Andere angefragte Beiträge müssen darum warten. Für die kommende Woche haben wir noch zwei „touristische“ Ausflüge gebucht, die hoffentlich auch ganz toll werden, aber heute waren wir wieder mit dem Verein Madoks aus Manavgat unterwegs. Das ist ein Kultur- und Sportverein, der Ausflüge für interessierte Einheimische anbietet und netterweise seine restlichen Plätze auch uns deutschen Residenten zur Verfügung stellt. Es handelt sich also um keinen kommerziellen Anbieter.

Meistens sind die Ausflugsziele von Madoks ja etwas abseits der üblichen touristischen Pfade und so war das auch heute. Es war wieder phantastisch, die Türkei ist einfach so ein vielseitiges Land. Die heutigen Ziele lagen in der Nähe von Isparta. Das war eine etwas längere Anfahrt und so ging es auch schon um 8 Uhr in Manavgat los.

Zuerst waren wir am „Kovada Gölü“, also Kovada-See. Das ist ein Nationalpark, da es dort einige seltene Pflanzen gibt. Der See ist nicht sehr groß und nicht sehr tief und der Park ist sehr bewaldet und zeigt sich in allen möglichen Grünschattierungen.

Tiere trafen wir auch, lebende und, naja, nicht so ganz mehr lebende, auch wenn sie fast so aussahen:

Es gibt ein kleines Museum, in dem diese und andere ausgestopfte Gesellen herumstehen…ich finde das ja immer ein wenig, nun ja, weiß nicht, einerseits interessant, andererseits eklig und traurig. Aber natürlich spannend zu sehen, was dort an Tieren lebt, oder lebte.

Anschließend ging es weiter nach Eğirdir, einer Stadt an einem See gelegen, der fast so groß wie der Bodensee und der viertgrößte der Türkei ist. In Eğirdir wurde ein Damm zu einer Insel aufgeschüttet, so dass diese jetzt eine Halbinsel und zu Fuß und mit dem Auto und natürlich mit dem Fahrrad erreichbar ist. In Eğirdir fand heute ein Triathlon statt, als wir ankamen lief gerade die Siegerehrung und es wurde aufgeräumt. Es war sehr stürmisch und pustete uns fast vom Damm, als wir auf die Insel liefen.

Aber erstmal waren wir in einem rustikalen und auf Nomadenart gemachten Lokal weit über der Stadt zum Essen und um die Aussicht zu genießen:

In der Stadt Eğirdir bummelten wir ein wenig herum, besichtigten die alte Moschee und spazierten dann zur Spitze der Halbinsel:

Auf der Insel finden sich die Grabstätte eines muslimischen Heiligen (Dede) und eine kleine Kirche. Und viele kleine Restaurants und Pensionen. Hier scheinen vor allem inländische Touristen Ferien zu machen.

Der hier bestattete Muslihiddin Dede lebte wahrscheinlich im 9. oder 10. JH. n.Chr. Im frühen 14. JH. wird er im Bericht eines Reisenden erwähnt, berichtet die Kulturseite der türkischen Regierung.und war ein zu seiner Zeit berühmter Lehrer und Reiseschriftsteller der aus Turkmenistan stammte. Warum es ihn nach Eğirdir verschlagen hatte, ist nicht bekannt. Auf dem örtlichen Friedhof sind wohl noch mehrere Gelehrte beerdigt.

Ich grüße Euch glücklich und ordentlich durchgepustet und überwältigt von den vielen Eindrücken dieses Tages! Bis ganz bald inschaAllah!

Bild: Ayhan Rüzgar

Sonntagsausflug: Goldwiegehöhle, Knopfhäuser und Seidenstraße

Merhaba, da bin ich wieder mit einem weiteren Bericht über einen der sonntäglichen Ausflüge, die ich hier die Gelegenheit habe, mitzumachen. Ich möchte vorweg noch mal erwähnen, dass es sich nicht um Ausflüge eines touristischen Veranstalters handelt, sondern dass ich die Gelegenheit nutze, mit dem Kultur- und Sportverein MADOKS ( hier ein paar Eindrücke spektakulärerer Aktivitäten als ich mitmache) zu reisen. Das ist dann jeweils eine Gruppe aus türkischen Mitgliedern, die auf ihren Restplätzen freundlicherweise Mitglieder des GEM-Dernek mitnehmen. Die Ausflugsziele werden aber oft auch von den touristischen Veranstaltern hier in Side und umzu angeboten, oder sind sehenswert, um sie auf eigene Faust zu erkunden.

Gestern ging es in das Dorf Sarihacılar, in der Nähe von Akseki, dann zum Mittagessen und einer weiteren Dorfführung nach Ormana und dann in die „Goldwiegehöhle“ die ein bekanntes Ausflugsziel aller Veranstalter hier ist.

Sarihacılar ist ein 800-900 Jahre altes Dörfchen, an der alten Seidenstraße gelegen, mit beeindruckenden Aussichten und vielen, mehr oder weniger gut erhaltenen Knopfhäusern (einer traditionellen Bauweise, erinnert mich an unser Fachwerk) und einer alten Moschee. Wir bekamen eine Führung von einem jungen Nachwuchs-Fremdenführer, der das sehr gut und ausführlich gemacht hat. Da es sich wie gesagt, um keinen Touristenausflug handelt, bin ich froh, wenn ich 10% von dem Erzählten verstehe.

Man kann aber kaum anders, also die Phantasie spielen zu lassen, wie es wohl gewesen sein mag, auf der Seidenstraße zu reisen (und wie es auch gewesen sein mag, diese überhaupt mit den damaligen Mitteln anzulegen, denn jedenfalls dort vor Ort ist sie mit Feldsteinen gepflastert.

Hier einige meiner Bilder aus Sarihacılar :

Hier ein paar Eindrücke von der Moschee:

Und hier von den Häusern und der Umgebung:

In Ormana haben wir gut zu Mittag gespeist und dann auch noch eine ausgiebige Führung mit vielen Informationen über die Bau- und Lebensweise in der osmanischen Zeit erhalten:

Anschließend ging es dann in die „Goldwiegehöhle“ (Altın Besik Mağarası). Die Straße dorthin wurde gerade ausgebaut, ist aber immer noch abenteuerlich zu fahren. Das Spannende an der Höhle ist, dass man den Höhlensee mit einem Schlauchboot befährt, aber leider fahren die Boote nur noch 150 m hinein, so dass man die spektakulärsten Teile der Tropfsteinhöhle gar nicht mehr zu Gesicht bekommt, das sollte man wissen. Es gibt dort eine einsturzgefährdete natürliche Brücke, unter der es zu gefährlich ist, hindurchzufahren.

Soweit für heute, ich hoffe Ihr habt einen kleinen Eindruck von der Gegend bekommen und Lust, sie ebenfalls zu erkunden!

Die Türkei hat einfach alles: Provence, Malediven und Italien an einem Tag!

Am letzten Mittwoch bin ich nach zwei Wochen „Heimaturlaub“ zurück nach Side gekommen. Die Zeit in Deutschland war nicht besonders gelungen, ich bin nämlich am ersten Abend schon sehr krank geworden mit hohem Fieber, so dass ich mich durch die Feierlichkeiten zum 80. Geburtstag meiner Mutter nur durchgequält habe und den Rest der Zeit eigentlich nur rumgelegen habe. Eine Lungenentzündung hatte mich erwischt, woher auch immer die kam. Nun, mit Antibiotika und der Rückkehr an mein Meer ging es mir dann wieder besser. So hab ich mich gestern dem Ausflug in die Lavendelfelder nahe Burdur und zum Salda-See angeschlossen. Das war ein langer Tag, aber es war in den Bergen angenehm kühl und die Landschaft wie immer schön anzuschauen.

Hier in der Türkei gibt es alles in einem: Provence (Lavendelfelder), Malediven (Salda-See) und Italien (superleckeres Eis in Korkuteli). Bei den Lavendelfeldern gibt es überall kleine Märkte in denen man von Lavendelkränzen, über Lavendelduftwasser bis zu Lavendeleis und -kaffee alles bekommen kann, dazu sind überall ein paar nette Dekorationen für Fotos aufgebaut. Nach dem Besuch der Felder hat sich der Busfahrer erstmal dank diverser Straßensperrungen wegen Baustellen verfranst, so dasss wir für die ca. 30 km zum See lange gebraucht haben, dafür haben wir eine ausgiebig Dörfertour genossen. Am Salda-See, den man wegen seiner Farbe die „türkischen Malediven“ nennt, waren wir am öffentlichen Strand von Yeşilova. Dort gibt es einige Restaurants und wir haben erstmal zu Mittag gegessen. Der See selber ist schon besonders: im flachen Bereich ist das Wasser durch hohen Magnesiumgehalt milchig weiß und weiter draußen dann von einem hellen bis tiefen Blau. Der Kratersee soll bis 196 m tief sein!

Der Strand ist aus feinem weißen Kies, leider gibt es weder Sonnenschirme noch Liegen zu mieten. Ich kann nichts dazu sagen, wie es an anderen Stränden des Sees aussieht. Nach einer guten Stunde Aufenthalt mussten wir schon weiter und fuhren mit einer Pause in einer super Eisdiele in Korkuteli (2 Kugeln kosteten mich ca. 80 Euro-Cent) über Antalya wieder zurück. Um 20:30 war ich dann zu Hause.

Das war wieder ein gelungener Ausflug. Mein Fazit ist allerdings: wer mehr als nur einen kleinen Eindruck vom Salda-See, den Lavendelfeldern und der Umgebung von Burdur haben will, sollte lieber mindestens eine Übernachtung einplanen. Für einen Tagesausflug aus der Umgebung von Side ist das ein ziemliches Pensum. Schön, um es mal gesehen zu haben, aber wer es richtig genießen will, braucht mehr Zeit.

Ist Fasten ungesund?

Im Namen Gottes des Erbarmers, des Barmherzigen

Ein Beitrag mit dem ich im Monat Ramadan begonnen habe, zu dem ich aber noch Recherchen anstellen wollte. Bestimmt wird es immer noch neue Erkenntnisse geben, aber der Artikel soll mal als Einstieg in das Thema dienen.

Das Fasten im Monat Ramadan ist ja für uns Muslime Gottesdienst und eine religiöse Pflicht für diejenigen, die das entsprechende Alter der religiösen Reife erreicht haben und gesundheitlich dazu in der Lage sind. Gott als unser liebender Schöpfer wird uns keine Pflicht auferlegen, die unserer Gesundheit schadet, das ist mal klar. Natürlich ist es u.U. eine Herausforderung, einen langen Fastentag durchzuhalten, wenn man arbeiten muss oder zur Schule geht, studiert, sich um Angehörige kümmert und was sonst noch alles der normale Alltag mit sich bringt. Ein bisschen Anstrengung gehört dazu, es schadet auch nicht, Hunger und Durst überhaupt mal wieder zu fühlen. In unseren reichen Ländern kennen wir das ja kaum noch, jedes Bedürfnis kann bei den meisten Menschen sofort befriedigt werden.

Trotzdem gehen jedes Jahr zum Monat Ramadan die Diskussionen wieder los: das kann doch nicht gesund sein….Vor allem, dass zwischen Morgendämmerung und Sonnenuntergang auch nichts getrunken wird, können die meisten Mitmenschen nicht verstehen und halten es für extrem ungesund.

Image by hbieser from Pixabay

Die gesundheitlichen Vorteile eines zeitweiligen Nahrungsverzichts haben sich inzwischen herumgesprochen, „Intervallfasten“ in verschiedenen Varianten ist inzwischen eine beliebte Ernährungsweise. Auch ich praktiziere an den meisten Tagen auch außerhalb des Monats Ramadan mindestens 16 Stunden Intervallfasten. Bei mir hat das eher den Grund, dass ich mich dann besser disziplinieren kann, da ich jemand bin, die sich ansonsten ständig irgendwas in den Mund steckt.

Man nimmt aber mit dem Intervallfasten nicht automatisch ab: es ist durchaus möglich, in einem Essensfenster von 4-8 Stunden täglich auch seinen Kalorienbedarf überschreiten.

Dass sich solche Essenspausen auf die Gesundheit auswirken, ist inzwischen ja wissenschaftlich belegt, Stichwort „Autophagie“, die Förderung der körpereigenen „Müllabfuhr“, für deren Erforschung der Japaner Yoshinori Ohsumi 2016 den Nobelpreis erhalten hat. Außerdem wird die Gedächtnisleistung gesteigert, auch auf Insulin reagiert der Körper wieder besser, was besonders gut für Menschen mit einem Risiko für Typ-2-Diabetes ist. Kurz und knapp bildlich dargestellt hier:

Heilfasten soll sich auch positiv auf rheumatische und neurodegenerative Erkrankungen wie Multiple Sklerose auswirken, selbst bei Krebserkrankungen empfehlen Naturheilkundler während Chemotherapien zu fasten (immer natürlich individuell zu betrachten!)

In diesem Video wird sehr ausführlich über verschiedene Formen, gesundheitliche Wirkungen und Risiken des Fastens, sowohl eines längerfristigen Heilfastens, als auch des Intervallfastens berichtet:

Bleibt die Frage: wie wirkt sich der Flüssigkeitsentzug aus?

Ich muss zugeben, dass ich dazu noch nicht wirklich Informationen finden konnte, war aber erstaunt, dass „Trockenfasten“, und zwar über weitaus längere Zeiträume als beim Fasten im Monat Ramadan, in der Yoga-Tradition seine Platz hat. Aber die Berichte dazu waren eher esoterisch und nicht brauchbar für mich. Bis auf eine kurze Bemerkung eines Arztes in einem Video, dass man das gerade erforscht und von positiven Auswirkungen überrascht ist, habe ich noch nichts gefunden. Aber das werde ich auf dem Schirm behalten.

Es gibt übrigens in allen Religionen Fastentraditionen, hier findet sich dazu ein kleiner Überblick.

Die Homepage der Ärztegesellschaft Heilfasten & Ernährung e.V. bietet auch einiges an Informationen.

Manavgat, çok güzel

( Übersetzung Überschrift: Manavgat ist sehr schön)

Ab nächsten Mittwoch bin ich zwei Wochen auf „Deutschland-Tournee“. Da wollte ich noch einmal einen ausgiebigen Spaziergang in Manavgat, unserer Kreisstadt machen. Die meisten Urlauber kommen wohl nur zum Shoppen in die Stadt, zum Montags- oder Donnerstagsbasar (eine weitere Gelegenheit hab ich ja hier schon mal empfohlen). Ich liebe es aber, am Fluss entlang zu spazieren und habe auch noch einen Tipp: Das „Manavgat Kent Müzesi“, ein städtisches Heimatmuseum.

Hier ein paar Bilder vom Spaziergang am Fluss entlang und vom Museum:

Die „gelbe Brücke“, Manavgats älteste Brücke

Mit dem Dolmuş aus Side kommend, geht es hinter der frisch sanierten „gelben Brücke“ den Uferweg entlang:

Da wo der Fluss einen Bogen macht, kurz vor der Fussgängerbrücke, gibt es einige kleine Fischlokale, ich habe da heute zu Mittag gegessen. Und wenn man dann die Brücke erklommen und die Aussicht genossen hat, sieht man auch schon den Fahrstuhl, mit dem man wieder herunterfahren kann und dann direkt vor dem Museum landet.

Der Eintritt kostet für Erwachsene 5 türkische Lira, also momentan nicht mal einen Euro. Im Inneren erwarten einen zunächst einige Schaubilder von Flora und Fauna und das Modell eines traditionellen Hauses:

Ich hab natürlich nicht alles fotografiert, es gibt auch einige Bilder aus der Region, Landkarten usw. An einer Wand sind die verschiedenen geschichtlichen Epochen dargestellt:

Hier erzählen in kleinen Filmen ältere Menschen aus ihrer Lebensgeschichte (auf Türkisch):

Es gibt viele Exponate über das traditionelle Leben, Landwirtschaft und Handwerk:

In der oberen Etage geht es dann um das Leben der Nomaden. Hierzu kann ich nur empfehlen, auch das Yörük Müzesi in Evrenköy zu besuchen, das darüber noch viel ausführlicher berichtet.

Was ich hier im Kent Müzesi sehr schön finde, ich der Kinoraum, in dem non-stop Dokumentationen über das Leben der Nomaden laufen.

Eine kleine Bibliothek gibt es auch noch, ich vermute, dass hier manchmal Schulklassen „Heimatkunde“-Unterricht bekommen. Im Untergeschoss ist dann noch ein kleiner Museumsshop mit Cafe. Noch ein letzter Blick auf die Außenanlagen des Museums:

Und dann kann man gemächlich wieder am Fluss in Richtung der gelben Brücke spazieren. Auf dieser Seite des Flusses gibt es einige etwas schickere Cafes mit schönem Blick auf den Fluss (und gleich neben dem Museum eine vorbildlich saubere öffentliche Toilette).

Das war es für heute, ich hoffe ich habe Euch ein bisschen Lust darauf gemacht, das schöne Städtchen Manavgat zu erkunden und etwas über die Geschichte der Region zu erfahren.

Mehr Geschichte? Hier gibt es Eindrücke aus Side, ebenfalls mit einem Museumsbesuch.

Mehr aus dem schönen Manavgat? Hier Aussichten, vom „Türkbeleni“ dem neuen Bürgerpark hoch über der Stadt!

Bürokratie – Teil 5 – ich, die Technik und die türkische Sprache

Ein kurzer Beitrag über meine heutige Heldentat: ich habe es geschafft, mir bei der Post eine „E-Devlet-Şifresi“ zu besorgen. Das ist eine PIN, mit der man sich dann bei diesem Regierungsportal einloggen kann. Dort ändert man dann sein Passwort wieder und kann fortan dort allerlei Dienste in Anspruch nehmen, Bescheinigungen ausdrucken usw. Mir ist jedenfalls mein erstes Anliegen schon gelungen, ich brauchte nämlich für die Bank eine aktuelle Meldebescheinigung. Für diese muss man neuerdings ansonsten zur Ausländerbehörde, was mir zu aufwendig war. Was sonst auf diesem Portal noch alles möglich ist, konnte ich noch nicht erkunden. Da stoße ich mal wieder an die Grenzen meiner spärlichen Türkisch-Kenntnisse. Das ist wieder ein anderes Thema – ich bin seit letztem Herbst nicht mehr in den Türkisch-Kurs gegangen und hab das Gefühl, wieder sehr viel vergessen zu haben. Im Alltag brauche ich es hier nur sehr wenig. Aber natürlich ist mein Anspruch an mich, endlich besser Türkisch zu lernen. Das ist aber eine unendliche Geschichte mit -zig Anläufen seit 2003, immer wieder unterbrochen. Also, ich tu mich da schwer. Da ich ja relativ oft verreise, verpasse ich immer Teile des Kurses und finde dann den Anschluss schwer.

Na, aber immerhin: ich bin zur Post gegangen, hab mich verständlich gemacht, dass ich diese „E-Devlet-Şifresi“ brauche und habe geschafft, sie zu bekommen, hab mich auf dem Portal angemeldet und meine Meldebestätigung. Wenn das nicht ein Erfolgserlebnis ist.

Gebraucht habe ich: mein Ikamet (das Kärtchen für die Aufenthaltserlaubnis) und meine türkische Telefonnummer, die dort dann gleich eingetragen und bestätigt wurde und 2 türkische Lira (ca. 30 €-Cent).

Elhamdülillah,Bayram!

Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen!

Da ist er, der Neumond von Schawwal!

Der Neumond des 10. Monats im islamischen Kalender wurde gesichtet und somit ist nun, wie ich schon vermutet hatte, heute auch „Bayram“ (Feiertag) für mich gewesen. Elhamdülillah (türkische Version von „Alhamdulillah – Gott sei Dank, alles Lob gebührt Allah)

Da ich hier in der Türkei keine Familie habe und auch bislang keine Gemeinde, mit der ich den Tag verbringen könnte (ich habe ja erst letzte Woche ein paar schiitische Schwestern kennen gelernt, aber die sind in Antalya, was für mich ja auch eine mehrstündige Anreise bedeutet) habe ich den Tag mit einer Freundin am Strand verbracht. Ein paar Eindrücke gibt es hier (nur Handybilder, ich wollte die Kamera da nicht einem ganzen sandigen Tag aussetzen, 🙂 ). Heute waren auch viele türkische Familien am Strand, hier sind ja insgesamt 9 Tage Feiertagsferien ausgerufen worden, die viele auch zu einer Reise nutzen. Natürlich muss all das Hotel- und Servicepersonal arbeiten.

Wir waren in unserem bevorzugten „Beach-Club“, der „Coppa Beach“ in Side-Kumköy. Viele Strandabschnitte sind ja von den große Hotels belegt, aber es gibt einige freie Strände, oder auch kommunale, bei denen man für wenig Geld einen Liegestuhl mieten kann, oder einen umsonst bekommt, wenn man etwas verzehrt. Ich hab normalerweise nur 10 Min. Fussweg zum Strand, aber zum heutigen Ziel muss ich ca. 3 km laufen, oder den Bus nehmen. Ich gehe aber gerne am Wasser entlang dorthin. Heute habe ich es mal richtig krachen lassen…Kaffee, Wasser, Softdrink, Pizza…..für 60 türkische Lira, macht nach heutigem Kurs 9,31€ plus Trinkgeld. Das kann man sich zum Festtag auch als Frührentnerin mal leisten. Und dieser Beach-Club gehört zu den teureren.

Liegestuhlperspektive
plitsch,platsch, an der Wasserkante wieder nach Hause..

Gut gelaunte Festtagsgrüße an die Welt!

Mein Monat Ramadan 2019

Im Namen Gottes des Erbarmers, des Barmherzigen

Salam aleikum und moin, da bin ich wieder, heute mit einem Fazit zum Monat Ramadan!

Zunächst einmal möchte ich allen meinen muslimischen Geschwister ein gesegnetes Fest zum Ende des Monats Ramadan wünschen! InschaAllah hattet Ihr einen schönen Monat Ramadan in dem Ihr von den zahlreichen Segnungen Gottes profitiert habt und habt jetzt zum Abschluss fröhliche und friedliche Tage im Kreise Eurer Lieben!

Mit dem Monat Ramadan ist es ein bisschen wie mit einem lange vermissten, geliebtem Familienmitglied, das zu Besuch kommt: sehnlich erwartet, liebevoll umsorgt – aber nach vier Wochen ist man dann doch auch erleichtert, sein Zuhause wieder für sich zu haben und den gewohnten Tagesrhythmus wieder aufnehmen zu können.

So geht es mir jetzt nach vier Wochen des Fastens: ich freue mich, dass wahrscheinlich morgen auch für mich das Fest des Fastenbrechens beginnt. Hier in der Türkei wird ja von fast allen heute, am 4. Juni, schon gefeiert.

Warum es da Unterschiede gibt: wie so oft sind wir Muslime uns nicht einig, wie man den Beginn eines neuen Mondmonats bestimmt. Da die Monate im islamischen Kalender 29 oder 30 Tage lang sein können, je nachdem wann der Neumond gesichtet wird, muss man eine Methode finden diesen Zeitpunkt zu bestimmen. Und da „streiten sich die Gelehrten“, wie man so schön sagt. Manche sagen, man muss den Mond mit bloßem Auge sehen können, andere erlauben Hilfsmittel. Wieder andere stellen astronomische Berechnungen an und bestimmen den Neumond ohne direkt hin zuschauen. So ist es auch in der Türkei üblich, da steht der Kalender schon lange im Voraus fest. Und dann gibt es noch Unterschiede in der Bewertung: Muss der Mond lokal gesichtet worden sein, also dort wo man sich aufhält – oder reicht es heutzutage, wenn er irgendwo auf der Welt gesichtet wurde.

Tja und so fangen wir mit dem Fasten zu unterschiedlichen Terminen an und beenden es auch unterschiedlich. Leider.

Ich gehöre ja der Rechtschule der „Dschafaria“an, bin also Schiitin und nach dem Gelehrten dem ich folge, geht keine Vorausberechnung, also warte ich ab, ob heute Abend eine Mondsichtung gemeldet wurde, oder ob noch ein weiterer letzter Fastentag folgt. Aber ich gehe davon aus, dass es heute Abend vorbei ist, mit dem Monat Ramadan. Aber auch innerhalb der schiitischen Konfession gibt es da noch Unterschiede, genau wie unter den Sunniten. Da muss sich jeder Muslim und jede Muslima nach dem richten, was ihm oder ihr am einleuchtendsten erscheint.

Ich bin sehr dankbar, dass ich diesen ganzen Monat Ramadan fasten konnte, das schien mir noch letztes Jahr undenkbar, genauso wie ich dachte, dass ich niemals mehr ohne anti-depressive Medikation leben könnte. Aber in diesen fast eineinhalb Jahren, die ich jetzt in der Türkei lebe, hat sich bei mir gesundheitlich wirklich viel zum Vorteil verändert. So kann ich sagen, dass ich den Monat Ramadan genießen konnte und mehr als in den Jahren ohne Fasten auch von der besonderen Kraft die Gott in diese Zeit gelegt hat, profitiert habe. Am Monatsende sagt sich wohl fast jede/r Gläubige, dass man die Zeit noch mehr hätte nutzen können. Das ist auch gut so, wir sollen ja immer danach streben, uns zu entwickeln. Aber die Absicht ist es, die im Islam zählt. Ich habe geschafft, meine Konzentration in den Gebeten meistens sehr zu verbessern, einige freiwillige Gebete gemacht, die „Lailatul qadr“ genutzt und habe mich die meiste Zeit wirklich in einer friedlichen und besinnlichen Geisteshaltung befunden. Es war ein ruhiger Monat für mich, ich war nicht viel unterwegs, aber das war genau richtig für mich.

Einen Tag in der letzten Woche habe ich nicht gefastet, weil ich „auf Reisen“ war (dann fastet man nicht und holt den Tag später nach). Ich bin mit dem Bus nach Antalya gefahren, um an der örtlichen Kundgebung zum internationalen Quds (Jerusalem)-Tag teilzunehmen. Das ist ein weltweit am letzten Freitag im Monat Ramadan stattfindender Tag, an dem gegen die illegale Besatzung Palästinas und Jerusalems demonstriert wird, aber auch gegen jede andere Form der Unterdrückung. In Deutschland findet es immer samstags statt und heftigem Mediengewitter, weil es sich angeblich um eine „antisemitische“ Demonstration handelt. Mich lässt diese Kritik kalt, denn wer gegen völkerrechtswidriges Verhalten protestiert, ist darum nicht antisemitisch. In Berlin sind auch immer jüdische Geistliche bei der Demonstration dabei. Nun, die Beteiligung am „Kudüs günü“ wie es in der Türkei heißt, war hier in Antalya sehr gering. Ich habe mich aber trotzdem gefreut, dabei gewesen zu sein und einige schiitische Geschwister kennengelernt zu haben, denn da hatte ich noch gar keine Kontakte hier. Also ein Schritt zur Integration, denn jetzt werde ich inschaAllah manchmal dort an Veranstaltungen teilnehmen.

Als ich eben mal in den Medien rumstöberte, wurde ich darauf aufmerksam, welche Auswirkungen es haben kann, wenn man Islamhass in der Gesellschaft schürt: ein paar junge Männer in islamischer, festlicher Kleidung hetzen durch den Kölner Hauptbahnhof, um ihren Zug noch zu erwischen, sie sind auf dem Weg, den Festtag zu begehen. Das geht gar nicht, das ist verdächtig! Die Polizei schreitet ein, wirft sie zu Boden, der Staatsschutz ermittelt…..käme man auf den Gedanken, andere Reisende, die zum Zug rennen so zu behandeln? Ich fürchte, auf eine Entschuldigung wegen verschärften „Racial profiling“ können die Brüder lange warten. Außer dass vermeldet wurde, es wäre keine Gefahr von ihnen ausgegangen, wird wohl nichts passieren. Ich habe nichts dagegen, dass für unsere Sicherheit gesorgt wird – hier in der Türkei gibt es sehr viele Kontrollen, selbst wenn man in ein Einkaufszentrum geht. Aber solche Reaktionen sind paranoid. Zum Bericht über das Vorkommnis geht es hier.

Aber, wie schrieb jemand, „es ist nicht alles schlecht im Abendland“: Bundespräsident Steinmeier hat zum Ramadanfest eine Grußbotschaft an die Muslime in Deutschland gesendet. Darin heißt es u.a.:

Ich versichere Ihnen: Wir dulden keinen Hass, keine Ausgrenzung, keinen Generalverdacht gegen muslimische Zuwanderer oder gar ‚die Muslime‘. Dafür setze ich mich ein. Das Grundgesetz garantiert Religionsfreiheit und es schreibt fest, dass niemand wegen seines Glaubens diskriminiert oder ausgegrenzt werden darf, egal, was er glaubt und ob er überhaupt glaubt, ob er ein Kreuz, ein Kopftuch oder eine Kippa trägt.

Das versöhnt mich dann wieder ein bisschen.

In acht Tagen geht es dann für zwei Wochen nach Deutschland, eine Familienfeier steht an. Danach werde ich inschaAllah den Sommer hier an der türkischen Südküste genießen.

So weit für heute. Ich habe viele Ideen, worüber ich in nächster Zeit schreiben will, aber einige Beiträge erfordern ziemlich viel Recherche und dazu fehlt mir gerade etwas die Zeit und Muße – jetzt will ich auch erst einmal das Fest genießen, mein Plan ist als erstes ein Strandtag in meinem bevorzugten Strandclub, in dem es auch eine seeeeehr leckere Pizza gibt, die ich dann bei hellem Sonnenschein zu verspeisen gedenke!

Mein Bittgebet des Tages

Im Namen Gottes, des Erbarmers des Barmherzigen

„Bitte lass mich frei werden von jeglicher Arroganz und lehre mich Demut, ohne mich zu demütigen“

Dieses Bittgebet kam mir in den Sinn, beeinflusst durch die überlieferte Aussage unseres Propheten Muhammed, s.a.s.:

„Wer in seinem Herzen auch nur das Gewicht eines Stäubchens an Arroganz hat, wird nicht das Paradies betreten.“

Meine dritte Woche im Monat Ramadan 2019

Im Namen Gottes des Erbarmers, des Barmherzigen

Eigentlich wollte ich immer so Wochenberichte schreiben und die dritte Woche im Monat Ramadan ist ja noch nicht vorbei – aber da ich am Montag zum Iftar (Fastenbrechen) eingeladen bin, ziehe ich das mal vor. Ich bin noch immer dabei und habe keinen Tag aussetzen müssen mit dem Fasten, Gott sei Dank. An ein paar Tagen habe ich ein bisschen geschwächelt, aber durchgehalten. Dank meines sehr ruhigen Lebens hab ich mir dann eben ein extra Nickerchen gegönnt und dann ging es auch wieder.

Ein bisschen Leben war in der Bude weil ich am Donnerstag zum Iftar eingeladen hatte, eine deutsch-türkisch gemischte Truppe aus Frauen die ich hier kennengelernt habe, eine mit deutschem, eine mit türkischem Ehemann, die meisten davon Christen, nur das deutsch-türkische Ehepaar ist muslimisch. Wir haben aber ein richtig traditionelles Iftar, jedenfalls so wie ich es kenne zelebriert. Ich war ziemlich nervös, ich hab selten so viel Gäste auf einmal – also was heißt viel, wir waren sieben Personen, aber ich bin kochen für viele nicht gewöhnt. Es haben aber alle behauptet es habe ihnen geschmeckt. Die Gäste haben auch noch Leckereien zum Nachtisch mitgebracht, dazu hatte ich auch noch Kuchen, also uns ging es so richtig gut.

Gestern war dann die erste die möglichen „Lailatul quadr“- das ist die Nacht im Monat Ramadan in der sich die Herabsendung des heiligen Quran in das Herz des Propheten Muhammed, s.a.s. jährt.

Die Sure 97 im Quran erzählt davon:

„Wir haben ihn in der Nacht der Bestimmung hinabgesandt.
Und was lehrt dich wissen, was die Nacht der Bestimmung ist?
Die Nacht der Bestimmung ist besser als tausend Monate.
Die Engel und der Geist werden in ihr herabgesandt mit der Erlaubnis ihres Herrn mit jedem Befehl, (des)
Frieden, ist sie bis zum Aufgang der Morgenröte.“

Die Übersetzung stammt von hier aus meinem Lieblings-Islamlexikon,da gibt es auch weitere Erläuterungen zu der Nacht der Bestimmung, warum wir Muslime uns da mal wieder uneinig über den genauen Termin sind und warum jedenfalls Schiiten, also Muslime der dschafaritischen Rechtsschule in diesen letzten Tagen des Monats Ramadan trauern. Sunnitische Muslime lieben selbstverständlich unseren ermordeten Imam Ali, Friede sei mit ihm, ebenfalls, aber diese Ereignisse sind ihnen meistens nicht so präsent. Also jedenfalls hat mein sunnitischer Ehemann mir berichtet, dass davon in den Moscheen im Monat Ramadan nicht die Rede ist.

Dieses Video habe ich im Jahr 2013 in einer der Lailatul-Qadr-Nächte in Mashad in Iran aufgenommen. Dort befindet sich die riesige Moscheeanlage um den Schrein unseres 8. Imam, Imam Ridha, a.s. Ich hatte in dem Jahr die große Ehre, dort an einem vierwöchigen Sommerkurs der Al-Mustafa-Universität teilnehmen zu dürfen, der gerade in den Monat Ramadan fiel. Eine unvergessliche Zeit. Wer mehr darüber wissen möchte kann in meinem alten Blog Mariams Welt die Suchfunktion nach „Iran-Reisebericht 2013“ nutzen, da habe ich eine Reihe von Beiträgen geschrieben über unsere Erlebnisse dort.

Wir nutzen die Nächte im Monat Ramadan ja sowieso inschaAllah auch für Bittgebete – aber in diesen Nächten versucht man besonders viel zu beten, z.B. das Dschauschan ul Kabir, ein wunderschönes und sehr langes Bittgebet. Ich habe in der ersten möglichen Lailatul-Quadr auch nur ein Drittel davon geschafft. InschaAllah nutze ich die anderen Nächte, um es zu beenden. Das Video zeigt einen Ausschnitt.

Ja, was gibt es sonst zu berichten: ich habe mich – das ist unausweichlich wenn man viel im Quran liest – weiterhin mit dem Thema des diesseitigen und des jenseitigen Lebens beschäftigt und dazu auch noch mal ein Büchlein in die Hand genommen, das die Stationen des jenseitigen Lebens beschreibt. Wir haben ja aus dem Quran und den Überlieferungen des Propheten, s.a.s. und seiner Nachkommen zu der Zwischenwelt (Barsach), in der wir in der Zeit zwischen unserem Abschied von der Erde und der Auferstehung der Menschen, an die wir ja glauben verweilen werden, einige Informationen. Das Büchlein beschreibt das anschaulich und ist zusätzlich zur Quran-Lektüre eine Motivation, sich um „Proviant“ aus guten Taten für diese Reise zu kümmern. Alles was wir in diesem Leben tun, spiegelt sich dann später im jenseitigen Leben wieder. Das sollte man wirklich ständig im Bewusstsein haben. Unsere Zeit hier ist begrenzt und wenn wir sterben, „dann wachen wir auf“ – so sagt es eine islamische Überlieferung. D.h. wenn wir gestorben sind, werden wir einen schonungslosen Blick auf unsere Taten haben und wir werden erkennen, was wirklich wichtig ist.

Heute fand ich beim Rumstöbern eine Kantate von Johann Sebastian Bach, „Gott soll allein mein Herze haben“, die sich auch genau mit dem Thema des trügerischen irdischen Lebens befasst:

Gott soll allein mein Herze haben.
Zwar merk ich an der Welt,
Die ihren Kot unschätzbar hält,
Weil sie so freundlich mit mir tut,
Sie wollte gern allein
Das Liebste meiner Seele sein.
Doch nein; Gott soll allein mein Herze haben:
Ich find in ihm das höchste Gut.
Wir sehen zwar
Auf Erden hier und dar
Ein Bächlein der Zufriedenheit,
Das von des Höchsten Güte quillet;
Gott aber ist der Quell, mit Strömen angefüllet,
Da schöpf ich, was mich allezeit
Kann sattsam und wahrhaftig laben:
Gott soll allein mein Herze haben….

Den gesamten Text der Kantate findet man z.B. hier

Ich habe mir nicht zu viel vorgenommen für den Monat Ramadan, da ich mich kenne: wenn ich mir selber Druck mache, dann boykottiere ich meinen Erfolg auch selber. So wie ich mir den Monat bis jetzt gestaltet habe, bin ich aber einigermaßen zufrieden mit mir. Also ich habe kleine Schritte gemacht, mehr nachgedacht, mehr gelesen, mehr freiwillige Gebete, inschaAllah mehr Liebe um mich verbreitet und weniger gesündigt. Und ich fühle mich gut aufgehoben und durch diese Zeit getragen. Gott sei Dank für alles!