Mein erstes Mal: Budapest

Ich war noch nie in Ungarn, geschweige denn in Budapest, aber auf dieser Autotour zurück in die Türkei haben wir uns einen Kurzaufenthalt gegönnt. Eine wunderschöne Stadt. Nur ein paar Eindrücke:

Die folgenden Bilder sind beim Aufstieg zur Zitadelle entstanden:

Ein Nachmittag und ein Tag waren natürlich viel zu kurz für diese interessante Stadt und ich möchte noch einmal hin, um die Synagoge zu besichtigen, das Parlamentsgebäude von innen und die Grabstätte von „Gül Baba“, eine der wenigen Spuren die das osmanische Reich hier hinterlassen hat, abgesehen vom Kaffee und den Bädern. Das Grab ist montags geschlossen, sonst wären wir dorthin gegangen.

Budapest ist eine junge Stadt, so mein Eindruck. Viele junge Touristen und auch Studenten, wir haben auch ein paar türkische Studenten getroffen. Muslime sieht man wenige, jedenfalls als solche erkennbare, aber wir fanden auch Halal-Restaurants. Ansonsten kann man auch gut internationale vegetarische Küche finden.

Inzwischen sind wir gut wieder in Side angekommen. Die Autotour war schon anstrengend, aber seit meiner letzten Fahrt in die Türkei auf dem Landweg, das war vor fast 5 Jahren, haben sich die Straßenverhältnisse auch in Serbien und Bulgarien sehr verbessert. In der Türkei ist ja sowieso fast alles neu.

Reisevorbereitungen: Mit dem Auto nach Hause in die Türkei (und noch ein wenig Bürokratie)

Nachdem ich mich durch den bürokratischen Dschungel gequält habe – es gab noch ein paar Telefonate mit verwirrten Krankenkassen-Mitarbeitern und Versicherungen – laufen jetzt die Vorbereitungen für die Autofahrt von Kassel nach Side. Am Sonntag wollen mein Mann und ich starten und die erste Tagesetappe soll bis Budapest führen, da wollen wir zwei Übernachtungen einlegen. Eigentlich nur 1,5 Übernachtungen, denn Dienstag soll es in aller Frühe weitergehen um möglichst hinter die türkische Grenze zu kommen. Ca. 3100 km liegen vor uns.

Gerade zerlegen wir ein paar Möbel die mitreisen sollen. Es gibt ja sehr schöne und günstige Möbel in der Türkei zu kaufen, aber wir haben hier noch ein paar gut erhaltene Kommoden aus Massivholz aus einem Nachlass, die zu den Betten passen, die mein Mann schon letztes Jahr mitgenommen hat. Auch ein Vertiko für das Wohnzimmer ist dabei, da suche ich schon lange was Passendes und hab nichts gefunden. Das braucht dann aber einen Anstrich, da „Kiefer natur“ nun so gar nicht in mein Wohnzimmer passt. Dazu muss noch einiger Kleinkram aus meiner aufgegebenen Wohnung mit und natürlich ein paar lebenswichtige Sachen, die ich in der Türkei nicht bekomme, :-D. Ich zittere ja ein wenig vor der Fahrt mit dem betagten Auto meines Mannes, das ich immer „das Schiff“ nenne. Es ist nicht unbedingt ein Fahrzeug nach meinem Geschmack, zu viele PS. Hat aber sowohl Autogas als auch Benzinantrieb, was echt viel Geld spart. Ich werde von der Fahrt inschaAllah berichten. Vermutlich wird man uns an ein paar Grenzen ärgern und wir müssen alles ausräumen, jedenfalls hat mein Mann im letzten Jahr diese Erfahrung gemacht. Man wollte ihm einfach nicht glauben, das unter dem ganzen Hausstand den er geladen hatte, kein Fernseher dabei war….

Was die Bürokratie-Überreste angeht: bei der Krankenkasse herrschte ein wenig Verwirrung, über den Bestand meiner Versicherung. Aber man hat mir inzwischen zweimal schriftlich bestätigt, dass ich auch weiterhin in Deutschland meine Karte der Krankenkasse benutzen kann, wenn ich mich zwischendurch hier aufhalte, was ja alle paar Monate der Fall ist. Meinen „T/A 20“ habe ich schon erhalten und werde ihn dann übernächste Woche bei der SGK in Manavgat einreichen. Geärgert habe ich mich über eine Zahn-Zusatzversicherung, die mir zwar keine Leistungen in der Türkei bezuschusst, mich aber auch nicht vor Jahresende aus dem Vertrag entlässt. Wäre ich gar nicht mehr Mitglied bei einer deutschen Krankenkasse wäre das anders, aber ich bin ja pflichtversichert als Rentnerin. Bei einer anderen Zusatzversicherung ging das unproblematisch. Der ADAC bietet mir auch keine „Plus“-Mitgliedschaft mehr, also hab ich gekündigt.

Die Anwartschaft für die deutsche Pflegeversicherung kostet mich ca. 15€ im Monat, das soll es mir wert sein. Dadurch habe ich sofort Ansprüche, sollte ich zurück nach Deutschland ziehen. Und es fällt ja der Beitrag zur Pflegeversicherung bei der Rente weg.